Der Traum von 1001 Nacht – Dubai

Dienstag, 19. Dezember 2006

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Emirates fliegen hat dann halt doch seine Vorteile – nicht nur, dass es eine ausgesprochen komfortable und auch hohen Ansprüchen genügende Airline ist, nein, man fliegt auch über Dubai. Man kann sich das aussuchen, ob man direkt weiterfliegen, oder noch ein, zwei Tage in den Vereinigten Arabischen Emiraten verweilen möchte. Wäre man ja schön blöd, wenn man sich diese Gelegenheit entgehen lassen würde…

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Freundlicherweise bot mir dann ein guter Freund aus St. Gallen, der einer der Leidgenossen aus der Zeit in Singapur war, auch noch Unterkunft in den vier Wänden seiner Eltern an. Und so konnten wir nach Belieben diese erstaunliche Stadt erkunden.

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Nicht nur, dass es sich mit Dubai um die grösste Baustelle der Welt handelt, auch die unüberschaubare Fülle an Luxushotels und Shopping-Centers ist tatsächlich beeindruckend. So weit das Auge reicht, Baupläne, Visionen und Projekte – eine Seifenblase, die bald platzen wird? Schwer zu sagen, doch sprühen der Optimismus und das Selbstvertrauen vieler Investoren, die dort mehrere hundert Millionen US-Dollar liegen lassen, eine gewisse Zuversicht aus. Die Zeit wird zeigen, was aus Dubai wird.

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Und so neigt sich die treue Berichterstattung aus dem facettenreichen Austauschsemester in Singapur allmählich dem Ende zu. Dabei möchte ich die Gelegenheit am Schopfe packen und mich bei der treuen Leserschaft für die vielen netten Anrufe, eMails und Kommentare bedanken. Ein Austausch in Asien kann ich jedem nur wärmstens an’s Herz legen – eine Zeit, die unter die Haut geht, fasziniert, beeindruckt und inspiriert!

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Le tour du monde en dix jours – Syndey

Dienstag, 19. Dezember 2006

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Und wenn man dann schonmal mit Singapur auf halber Strecke ist, warum dann nicht gleich weiter nach Australien? … dachten wir uns auch, flux einen Flug gebucht und ab nach Sydney. Unsere Spontanität wurde jedoch leider bereits am Flughafen bestraft: als wir aufgrund von divergenten Vorstellungen unterschiedliche Zielorte bei dem Touristenvisum eintrugen, war dies für den Zollbeamten Anlass genug, uns des Drogenschmuggels zu bezichtigen. Aber brav wie wir nunmal sind, konnte nix gefunden werden… (tja)

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Sydney würde ich als recht dynamische, aufgeweckte und interessante Stadt beschreiben, die nicht zuletzt aufgrund der relaxten Einstellung der Menschen dort eine gewisse Sympathie ausstrahlt. Man trifft überall hilfsbereite und freundliche Australier…

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Clubbing in Sydney ist übrigens sehr zu empfehlen: insbesondere am Wochenende ist in der Innenstadt die Hölle los – überall tummeln sich Menschengruppen, die sich vor stilvoll eingerichteten, feinsten House-Clubs anstellen, um dann ‘drinnen angemessen Gas zu geben… erstmals konnte sich auch die Mitgliedschaft in einem der zahllosen Community-Netzwerke á la asmallworld bezahlt machen. Indem wir ein paar (unbekannte) Deutsche angeschrieben haben, die derzeit in Sydney weilen, konnten wir recht schnell ein paar lose Bekanntschaften knüpfen, die uns zu den angesagten Parties führten – nett war’s.

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Und dann war Schluss, aus, vorbei! Kein frühes Aufstehen, keine nervigen Gruppenarbeiten, kein verpflichtenden Kursbesuche mehr… hinter uns lag eine anstregende, aber auch lehrreiche und interessante Zeit, vor uns nur noch das pure Vergnügen.

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Und wenn dann eine Horde ehemaliger Austauschstudenten mit dieser Einstellung eine Inselentdeckungs- und erkundungsreise antritt, dann ist gute Laune eigentlich vorprogrammiert – und, um eines vorwegzunehmen, unsere Erwartungen wurden mehr als erfüllt.

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Koh Phi Phi befindet sich im Golf von Thailand und ist per Speedboat von Phuket aus in gut einer Stunde erreichbar; vor lauter Tatendrang und Vorfreude musste ich mir gleich mal das Kommando dieses kleinen Flitzers unter den Nagel reissen und durfte dann das Steuer unseres Schiffes übernehmen - eine mords Gaudi!

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Die Insel ist eigentlich keine Insel, sondern eine Inselgruppe, bestehend aus einer bewohnten Hauptinsel und mehreren kleineren, unbewohnten Inselchen. Dies machte auch diesen ganz besonderen Reiz aus: so konnte man auf der bewohnten Insel gemütlich nächtigen, feiern und relaxen, um dann ausgeruht und entspannt auf Abenteuerreise gehen zu können. So haben wir eine Menge verborgener Fleckchen entdecken, die sich vortrefflich zum tauchen eigneten. Auch den berühmten Strand aus dem Film “The Beach” liessen wir uns nicht entgehen – und so verlebten wir einen traumhaften Badeurlaub!

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Irgendwie hatte der gute Faust damals ja schon recht: da tut man und macht man, monatelang, und am Ende ist das Ergebnis dann doch – milde ausgedrückt – ernüchternd. Aber wir sind ja SchaRfe, und SchaRfe möchten beschäftigt werden… denkt sich zumindest die Universitätsleitung und macht uns noch mal so richtig die Hölle heiß, bevor es dann in knapp einer Woche nach Thailand und Australien geht.

Ganz witzig (oder auch einfach nur pervers, wie man’s nimmt): da der Universität St. Gallen die hiesigen Finance-Professoren offensichtlich etwas zu seicht sind, wird extra aus der Schweiz der dortige Kompetenz- und Sympathieträger für eine “gemütliche” Woche eingeflogen. Gemütlich, weil wir immer so schön gemütlich zusammen gesessen sind – von acht Uhr morgens bis vier Uhr nachmittags, danach gemütlich Unterrichtsstoff nachbereiten respektive den nächsten Morgen vorbereiten. Achja, Präsentationen mussten dann auch noch gehalten werden, und klar, dass über den gesamten Stoff auch noch eine Prüfung abgehalten wird. Spaß hat’s gemacht!

Sex and the City in Asia – Hong Kong

Samstag, 4. November 2006

Eine weitere Reise in Asien, schon wieder eine neue Stadt?! Das trifft es diesmal nicht ganz…

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Bereits der Ersteindruck ist gewaltig: überall vibriert das Leben, an jeder Ecke ist etwas los. Die Clubbing-Szene steht dem in nichts nach. Über laden Bars zum relaxten Cocktail-Trinken ein, dabei ist die Aussicht häufig genial. Entweder man sucht sich was Nettes am Festland und hat dann von dort aus den perfekten Blick auf die Skyline, die nachts in sämtlichen Farben und Formen leuchtet (Stichwort: Lasershow), oder man genehmigt sich einen gemütlichen Drink in Lan Kwai Fong, dem “europäischen” Stadtzentrum; diese liegen dann zumeist ein paar Stockwerke über dem sonstigen Geschehen, und man kann sich aussuchen, ob man den feinsten House, den Blick über die Stadt oder die nahe gelegenen, noch höher ragenden Tower bewundert und geniesst.

Auch die Hong Kong University hat auf mich einen – zugegebenermassen nicht aus bildungstechnischer, didaktischer Perspektive – ausgesprochen guten Eindruck gemacht. Die local students, mit denen ich mich unterhalten habe, schienen alle recht strebsam und ehrgeizig zu sein; dass es für sie auch ein Leben neben der Uni gibt, bewiesen uns die einheimischen Studenten eindrucksvoll in ihrem Wohnheim. Johannes, ein Freund aus St. Gallen, der derzeit sein Austauschsemester in Hong Kong verbringt, lud uns zum Nächtigen dorthin ein und sorgte mit dieser Entscheidung für abwechslungsreiche Unterhaltung.

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Fast schon nach amerikanischem Vorbild entwickeln hier die Studenten der einzelnen Universitäten, insbesondere der einzelnen Wohnheime, ein spezielles Zusammengehörigkeitsgefühl. Dies artet dann nicht nur in eben gesehenen, spontanen Tanzeinlagen aus – in diesem Fall um vier Uhr morgens – sondern auch in Basteleien in Aufzug und den einzelnen Stockwerken… nunja.

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Achja und dann kam auch noch Axel aka Vitaminshopalex aus München eingeflogen, der wieder für gewohnt unterhaltsamen Input sorgte. Alles in allem also eine sehr gelungene Reise – Hong Kong, wir kommen wieder! 

Exakt in der Mitte des Semesters gönnt die SMU all ihren Schäfchen eine freie Woche, die diese dann für Ausflüge, Reisen und Erholung nutzen können… alle Schäfchen? Nein, eine kleine Gruppe schweizer Studenten hat vielmehr das Vergnügen, ihre ohnehin schon viel zu knapp bemessene Freizeit für einen Lernausflug aka Studytrip nach Malaysia zu opfern – naja.

Sodann ging die Reise auch los, und zwar im schönen Bus; es sollte sich noch herausstellen, dass wir in diesem Fortbewegungsmittel nicht nur die meiste Zeit verbrachten, sondern auch die lustigste – Stichwort: Konfuzius. Doch dazu später mehr…

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Angekommen in Penang, einer dem malaysischen Festland im Westen vorgelagerten Insel, haben wir dann eine Reihe von Betriebsbesichtigungen über uns ergehen lassen, die zum größten Teil langweilig und zu einem geringen Teil dann doch recht interessant waren: als Silicon Valley Südostasiens bietet es insbesondere Firmen der Halbleiter- und Elektronikindustrie einen vortrefflichen Standort in Bezug auf geografische Lage und günstiger Arbeitskraft; in einer dieser riesigen Fabrikhallen ging es dann auch zu wie auf einem Massenhühnerstall, wo auf engstem Raum in höchster Effizienz Tiere gefüttert werden – kam die Metapher ’rüber?

Weiter ging’s am nächsten Tag nach Ipoh, völlig verödete und langweilige Stadt im Nirgendwo. Wieder Betriebsbesichtigungen – habe schon längst vergessen, welche das im Einzelnen waren und nicht die geringste Motivation, mir diese wieder in’s Gedächtnis zu rufen – und eine Einladung zum Dinner mit einer Firma, die Glänzfolien für Zigarettenschachteln und ähnliches herstellt; der Schrott, der in Deutschland verkauft wird, muss schließlich irgendwo hergestellt werden… zurück zum Dinner: wir saßen am Tisch mit einem Schweizer Expat, der uns auf deprimierende Art und Weise seine Lebenssituation schilderte – Frau längst abgehauen, macht er in seiner Freizeit gern mal was auf’m Balkon oder spielt Taschenbilliard. Eine richtige Perspektive, nein, die ist da nun wirklich nicht zu erkennen.

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Dann ging’s weiter: per Bus von Ipoh nach Kuala Lumpur, quasi der Höhepunkt der Reise. Doch – wie heisst es so schön – diesmal war der Weg das Ziel, die Reise der Höhepunkt der Reise. Dank Konfuzius. Konfuzius ist nicht ganz das, was man vielleicht von einem typischen Universitätsassistenten erwarten würde. Mit seinen 32 Jahren wirkt er noch etwas unsicher, fast schon unbeholfen – so war es nur eine Frage der Zeit, bis er allmählich in das Zentrum des Businteresses gelangen würde.

Erst musste der Arme als überzeugter und stolzer Chinesischer Staatsbürger deutsche Zungenbrecher pauken, dann liess er sich zu einer Karaokeaufführung hinreissen und markierte schliesslich - motiviert von dem lauten Jubel seiner beiden vorhergegangen Taten – von selbst den krönenden Abschluss mit einer Opernarie, wieder auf Deutsch. Wir sagen bravo Konfuzius, Du bist der Beste!

Kuala Lumpur war dann eher unspektakulär. Die Stadt ähnelt, zumindest was das Zentrum betrifft, ein wenig Singapur, ist jedoch deutlich chaotischer organisiert und dementsprechend dreckiger. Ein Highlight waren die Petronas Towers, eines der höchsten Gebäude der Welt, die in der Tat faszinierten und sowohl tagsüber als auch nachts das Stadtbild prägen.

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So ganz kurz, was gibt’s Neues? Nix! Und überhaupt, um mal ein bisschen Abwechslung in die Bude zu bekommen, ein bisschen Partystimmung aus dem Mooserwirt am Arlberg… alle mitmachen!

… und wenn wir schon dabei sind, einen hab’ ich noch: WM Viertelfinalspiel Deutschland vs. Argentinien, letzter Elfmeter.

 

Es war ja nur eine Frage der Zeit, bis der Schweizer Politik die Fähigkeiten der HSG-Studenten bewusst wurden. Anlässlich der gerade stattfindenden International Monetary Fund (IMF) Konferenz in Singapur lud dann auch Schweizer Bundesrätin Doris Leuthard zum gemeinsamen Plausch in das Swiss Club House, einer ausgesprochen pompös gestalteten Villa im luxuriösen Holland Village…

   

   

Und so verbrachten wir bei unseren Schweizer Eidgenossen einen richtig netten Abend: viele Expatriates (Europäer, die aus beruflichen Gründen ihr Dasein im zumeist asiatischen Ausland fristen) konnten uns ihre Sicht der Dinge schildern und zum Teil interessante Einsichten in asiatische Eigenheiten bieten. Musikalisch untermalt wurde das Ganze durch eine Schweizer Blaskappelle, die mir die vortreffliche Gelegenheit bot, meine Wiesn-Sehnsucht durch solch’ Klassiker wie “Schifoarn” oder “Fürstenfeld” zu lindern. Auch kulinarisch blieben keinerlei Wünsche offen: neben Sushi, Entrecôte-Buffet und Zürcher Geschnetzeltem sorgte insbesondere Raclette für ein regelrechtes Feuerwerk der Sinne – zusammen mit gutem Wein ein absoluter Genuss!

Und zu guter Letzt musste auch die verehrte Bundesrätin tun, was schon Josef Ackermann über sich hat ergehen lassen müssen: ein gemeinsames Foto mit einer wilden Horde St. Galler Studenten.

Danke Schweiz für die Einladung – wir werden uns revanchieren! 

Wer glaubt, wir wären hier nur am Lernen (denkt das überhaupt jemand?), der hat sich aber gewaltig getäuscht: Ausflüge gehören für uns an die Tagesordnung, und legitimiert wird das nicht etwa über den natürlichen Ausgleich zur “harten” Arbeit sondern vielmehr verstanden als kulturell hochwertige Bildungsreise…

   

Und so möchte ich bitteschön auch unseren Trip nach Bintan verstanden wissen, schließlich handelt es sich hier nicht um einen traumhaften Badeurlaub mit einer Bande neun partywilliger Austauschstudenten sondern um eine Entdeckungsreise Indonesiens – klingt logisch? Ist aber nicht so!

   

                        

Und so haben wir uns so richtig ausgetobt: Beach-Soccer Deutschland gegen Schweiz (ähm, wohl klar wer gewonnen hat?!), Beach-Volleyball, Poker, Jetski und natürlich ausgelassenes Feiern fassen das Wochenende recht trefflich zusammen – bereichert wurde unsere Zeit durch eine traumhafte Strandatmosphäre. 

Work hard, party hard – Clubbing in Asien

Donnerstag, 28. September 2006

Klar, man muss auch mal ausspannen können; es ist ja schließlich ganz wichtig, von den unzähligen Arbeiten, Präsentationen und Projekten auch mal etwas Abstand zu gewinnen…

Und da wir aus St. Gallen viel Abstand gewöhnt sind, findet auch öfter mal die ein oder andere kleine Fete statt. Ministry Of Sound, Zouk, Attica & Co. sind wohlklingende, harmlos wirkende Bezeichnungen für exzessive und ausgelassene Parties. Oftmals bleiben dabei keine Wünsche offen: mehrere Floors sorgen für die Befriedigung individueller Musikwünsche und man erkennt von “Jamiroquai” über “Mylo” bis “Syke & Superstarr” all jenes wieder, das schon in der geliebten Heimat für gute Stimmung gesorgt hat.

   

Ab und zu finden dann auch speziell organisierte Austausch-Studenten-Parties statt, die als Get-togehter all jener Damen und Herren dienen, die mit uns das Schicksal “Austauschstudent in Singapur” teilen. Durchgeführt wird das Ganze von einem tollkühnen, vom Bosporus stammenden Burschen, der sich bereit erklärt, 200 Austauschstudenten aus Schweden, Dänemark, England, Deutschland, Frankreich, Österreich, USA, Spanien, Italien usw. Einlass in seine Wohnung zu gewähren; dass dabei die Gaudi vorprogrammiert ist, dürfte den meisten klar sein…